Homestudio SPICKZETTEL – Optimiere dein Tonstudio!

Homestudio SPICKZETTEL – Optimiere dein Tonstudio!

Homestudio Probleme

  1. Kleine Räume. Schreibtisch und Monitore stehen oft direkt an Wänden und Ecken und wir sitzen zu dicht dran. Die Lautsprecher können ihr Frequenzspektum nicht richtig entfalten.
  2. Nackte Wände. Reflexionen von den Wänden und Ecken verfälschen das Klangbild durch Frequenzauslöschung und unnatürliche Verstärkung, was unsere Mixentscheidungen negativ beeinflusst.

Lösung#1 | Die richtige Aufstellung im Raum

  1. Arbeitsplatz vor der kürzeren Wand.
  2. Monitore haben den größtmöglichen und gleichen Abstand zu Wänden und Ecken. Vermeide direkt vor einer Wand oder in einer Ecke zu sitzen.
  3. Sitz-Hör-Positionen auf 1/3 der Länge des Raumes.
  4. Lautsprecher und Kopf ergeben ein gleichschenkliges Dreieck.

Lösung#2 | Reduzierung der Reflexionen

  1. Bringe Absorber (Akustikelemente) an den Wandpunkten an, wo der Sound zum ersten reflektiert wird, nachdem er die Lautsprecher verlassen hat.
  2. Ecken (besonders wichtige, da sich hier mehrere Wände treffen), neben dir (Seitenwände), über dir (Decke („Cloud“)), hinter dir (Rückwand).
  3. Wenn möglich, lasse 10-20cm Luft zwischen Absorber und Wand. Luft ist ein sehr guter Kompressor und verstärkt den Dämmungseffekt.

Lösung#3 | Wenn gar nichts geht, kauf dir diese hier:

sennheiser hd 650
Sennheiser HD650, offener Studiokopfhörer

Ein professioneller Studiokopfhörer lässt die ganzen Nachteile deines Raumes draußen. Fehlt dir also der Platz, das Geld und die Zeit einen Raum umzubauen, ist ein offener Kopfhörer ein sehr guter Kompromiss. Du solltest deine Mix sowieso im Auto, mit Ear-Pods und im Vergleich mit professionellen Veröffentlichung checken.

 


Ein Homestudio-Beispiel

Mein Raum ist durchaus problematisch, da er relativ eng und sehr lang ist. Bevor ich mich richtig im Raum positioniert habe, musste ich ein wenig die Länge kürzen. Hierbei half mir ein Beitrag von Mastering-Engineer Ian Shepherd, der sich zu Hause ein Mastering-Studio eingerichtet hat.

Die kurze und die lange Seite des Raumes sollten mit einer Ratio von 1.62 im Verhältnis stehen. Hier habe ich also mein kurze Wandseite (2,55m) mit 1,62 multiplizert, wonach die längste Seiten am besten 4,13m lang sein sollte. Genau an diese Stelle habe ich zwei Absorber gestellt. (Eine Wand hochziehen war mir dann noch zu aufwendig 😉

Dann habe ich 4,13m durch 3 geteilt, um den Raum zu dritteln. 1,36m ist der Abstand, mit dem ich von der Wand entfernt sein sollte.

Als ich diesen Punkte hatte, habe ich die Monitore und Absorber wie oben beschrieben aufgebaut.

Das Resultat war beim ersten Hören grandios!

Die Lautsprecher haben deutlich definiertere Bässe und stehen in einem gleichmäßigeren Verhältnis mit den Höhen. Auch das Stereofeld und die Tiefe haben zugekommen, sodass ich jetzt einen dreidimensionaleren Sound genieße.

TIPP | Höre beim Mischen immer so leise wie möglich. So reduziert du Reflexionen von den übrigen Wänden und schonst deine Ohren, womit länger arbeiten kannst. Voilà!


BONUSDein Homestudio SPICKZETTEL

Hier kannst du dir kostenlos einen Homestudio SPICKZETTEL zur Einrichtung deines eigenen Homestudios runterladen. Er enthält alle oben genannten Prinzipien und Tipps sowie eine Skizze, um es dir so einfach wie möglich zu machen. Viel Spass beim Umbauen 😉

 

 

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